Die letzten Tage auf Bali…

Juni 19, 2008

…standen unter dem Motto „nichtstun auf Bali“. Nach dem ganzen umherreisen und rumlaufen ist es ganz entspannend den Tagesablauf in „aufstehen, fruehstuecken, zum Strand gehen und sonnen“ zu sehen und dabei gemuetlich einen Gin Tonic zu trinken.

Kuta ist ein reiner Partyort, das beobachten der Leute hier ist recht amuesant. 80% der Touristen in Kuta haben sich fuer den Herdentrieb-Look entschieden: Da waere der Surfer mit seinen Shorts, dem 3-Tage-Bart und den verfetteten Haaren plus Sonnenkappe ab und an trifft man diese Spezies auch nach Sonnenunterngang ohne T-Shirt auf den Strasse. Sein weibliches Gegenstueck wird personifiziert durch Madame Wasserstoffblond die eine Hautfarbe hat wie ein Grillhuhn von der Stange die in dem groessten moslemischen Land mit Minirock und Ausschnitt bis zum Bauch herumlaeuft. Diese beiden Gruppen haben gemeinsan, dass sobald die Sonne untergeht sie in den lokalen Internetcafes herumsitzen und ihre neuesten Bikini- bzw. Surffotos hochladen und sich die „you are hot“ Kommentare durchlesen und anschliessend mit dem frisch poliertem Ego in die Partynacht starten.

Die Naechte in Kuta gleiche sich irgendwie. Man organisiert sich eine Flasche Bier bei den zahlreichen 24-Stunden Shops und sieht sich das Treiben auf der Jalan Legian an, dort gibt es recht viele Sitzmoeglichkeiten. Nach kurzer Zeit, gesellen sich weitere Travellere dazu und es ergibt sich eine lockere Konversation. So geschehen am Abend der Italien-Frankreich Partie. Ich war mit einer Italienerin hier verabredet, die ich durch die Tuecken der Internetcafenutzung kennengelernt habe. Mit von der Partie war noch Tom, ein Kanadier mit dem ich das Yogja-Bromo-Bali Minibusmartyrium durchgemacht habe. Irgendwann gesellte sich dann noch ein schwedisch-niederlaendisches Paerchen dazu. Auf dem Weg von unserer Stufen zur Sportsbar kamen noch zwei islaendisch Flugbegleiterinen von der Etihad dazu. Gemeinsam haben wir auf zwei Leinwaenden die Spiele Holland-Rumanien und Italien-Frankfreich verfolgt. Welch grossartiger Sieg.

Nach einer sehr kurzen Nacht und schlafen in der Sonne veranstaltet ein Club hier die obligatorische Fullmoonparty. Der Eintritt war zwar umsonst, allerdings entschlossen wir uns dazu es uns auf der anderen Seite der Strasse mit unseren Getraenken bequem zu machen. Irgendwie war es schon seltsam die ganzen Partyjuenger, Backpacker, Pauschaltouristen zu sehen die einfach mal 40.000RP fuer einen Cocktail ausgeben und mehrer davon trinken zu sehen, waehrend auf unserer Strassenseite die ganzen Indonesier (Durchschnittseinkommen lieg bei 200.000-500.000RP) herumsitzen und uns immer mal wieder nach den leeren Dosen und Flaschen fragen, die sie dann an einem Wertstoffhof abgeben und dafuer Geld bekommen