Veni, vidi, vici…

Juli 13, 2008

10. Juni

Heute er grosse Tag. Um 6.30Uhr aufgestanden und ein saettigendes Toast-Marmeladen Fruehstueck genossen. Dann zum Hyatt ruebergelaufen von wo ich aufgesammelt wurde. Um 7.30Uhr war es soweit ich stieg mit ner Gruppe 50+ Personen in den Bus. Zuerst dachte ich „WoW die wollen alle den Berg hochklettern…“. Doch dann erzaehlte der Tour Guide das es zu den Hot Springs geht und ich der einzige kletterer an Board bin.

Nach einem Zwischenstopp in einem kleinen Dorf, dass zu einem Fotososhooting enilud viel mir ein, dass ich die wichtigste Utensilie vergessen hatte….eine Kopftaschenlampe….die dann prompt dort eingekauft wurde.

Um 11Uhr war ich endlich am Park Headquarter und nach Klaerung der Formalitaeten fing der Aufstieg um 11.15Uhr an. Insgesamt muessen am ersten Tag 6km zurueckgelegt werden ehe man bei Laban Rata auf 3300m ankommt.

Also das ganze gleicht am ersten Tag einem extremen Treppensteigen. Nur stehen hier die Stufen in alle Himmelsrichtungen ab und haben auch die die unmoeglichsten Schraegen und Hoehen. Wie gut, dass ich lange Beine habe.

Beim Aufstieg auf 3300,m ist vor allem der Wechsel der Vegetation zu beobachten.

Nach 3h45min war ich dann bei Laban Rata angekommen. Auf dem Weg dahin hab ich immerhin mehrere Gruppen ueberholt die vor mir gestartet sind. Fuer den Aufsteig wird eine Zeit von 5 bis 6 Stunden veranschlangt.

Was wirklich geholfen hat waren die 38RM die ich einen Tag vorher in Rosinen und Nuessen investiert habe. Leider bin ich auf den Weg recht spaet dran gewesen, so gab es an den Aussichtsstellen nur Nebel bzw. Wolken zu bewundern.

Nach Ankunft und ner Dusche in Laban Rata und anschliessenden essen, ging es um 19uhr ins Bett (Schlafsaal). Ganz toll das eine Kind in dem Zimmer hat noch nie was von Taschentuechern gehoert und um 21Uhr wird die Heizung aufgdreht. Vorher arktische Kaelte und nachher eine Hitze wie in der Sahara. Ich war die Nacht eher mit trinken als mit schlafen beschaeftigt.

Um 2Uhr hiess es wieder aufstehen, denn um 2.30Uhr ging es dann weiter zum Gipfel um denn Sonnenaufgang ueber Borneo zu bewundern. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, ich als Student stehe freiwillig in meinem Ferien um 2Uhr in der Nacht auf…..

Der Aufstieg um diese Uhrzeit findet in absoluter Dunkelheit statt. Ohne Kopftaschenlampe bekommt hier echt seine Krise, vor allem da es Stellen gibt wo man sich an Seilen entlanghangeln muss.

Was recht lustig ist, dass man anhand der Haeufung der Lichter sehen kann wo mal wieder jemand laenger braucht. Ich war irgendwie wohl etwas zu schnell, denn mein Guide sah sich genoetig mich zum langsam machen zu ermahnen, weil ich sonst am Gipfel zu lange warten muesste.

Der Vorteil vom langsam in der Gruppe hochlaufen ist, dass mehr Licht vorhanden ist und man recht frisch und voller Energie da oben ankommt.

Endlich oben angekommen (5.32Uhr) und 4095m ueber den Meerespiegel. Ein Glueck, dass oben kein starker Wind herrscht und da ist auch der Sonnenaufgang ueber Borneo. Es ist schon recht eindrucksvoll was dieser Berg fuer einen Schatten wirft!

Als der Abstieg von anstand dachte ich mir „wie bescheurt warst du eigentlich heir hochzuklettern“. Manchmal ist es eben von Vorteil wenn man nicht sieht…

Ein Glueck schien die Sonne, denn bei Regen waere das eine ueblen Rutschpartie geworden. Nach 1h40min wieder in Laban Rata wo es endlich Fruehstueck gab…… leckeren Reis mit Huehnchen :D

Dabei hab ich mal wieder die Erfahrung gemacht wie klein diese Welt. DIe Muetze die ich von einer Kanadierin auf den Weg nach Komodo geschenkt bekommen habe stammt von Pierre und der hat sie ihr fuer den Rinjani geschenkt und nun sieht er sie am Kinabalu wieder.

Um 9.30Uhr ging es dann an den 6km langen Abstieg. Diese Strecke hat es echt in sich, denn ungefaehr 50% des Abstieges bestehen aus aus 50cm hohen Spruengen auf schraege Steine die mal rutschieg und mal wacklig sind.

Beim Abstieg hab ich mich unzaehlige Male schon mit dem Gesicht auf nem Stein knallen gesehen bzw mir einen Baenderriss zuziehen sehen. Nach 3h ABstieg in denen meine Schutzengel alle Haende voll zu tun hatte bin ich wohlbehaletn am Headquarter angekommen. Kurz bevor es anfing zu regenen, dass nenne ich mal Timing.

Am Abend noch Hellboy im Kino angesehen ehe es um 22Uhr ins Bett ging.